St. Tarcisius - Schwyz

Mit dem Kanu auf Schatzsuche

Geschrieben von: Aquila

2015 08 DSC 7403 klKanu-Pfadilager auf der Loire in Frankreich

Schon länger spukte in den Köpfen der Leiter des katholischen Pfadfinderbundes „Feuerkreis“ (Abteilung Schwyz) die Idee herum, eine Woche mit Kanu und Zelt unterwegs zu sein. Diese Idee wurde am 1. August in die Tat umgesetzt. Neben den Späher und Wölfen der Abteilung Schwyz gehörten auch einige Scouts der Abteilung Muri zur Schatzsucherbande, welche sich wagemutig in ihr Abenteuer stürzte.

 

Am Abend wurde das 1. August-Feuerwerk in Freiburg bestaunt, welches glücklicherweise trotz Regen stattfand. Völlig durchnässt kehrten die Scouts zu ihrem Zeltplatz zurück und

krochen schnell in ihre warmen Schlafsäcke. Am nächsten Tag ging es mit den vollbeladenen Bussen nach Nevers (FR), wo abends noch die Sonntagsmesse gefeiert werden durfte. Am Montagmorgen ging es mit Kanus, gefasstem Material (Schwimmwesten usw.) und etwas Nervosität im Gepäck auf die Loire. Schon innerhalb der ersten halben Stunde der Kanutour passierten die Neu-Paddler die schwierigste Stelle der ganzen Route. Da die Übung noch fehlte, kenterten gleich zwei Kanus. Bei der Hitze genossen die Gekenterten ihr ungewolltes Bad und konnten bald darüber lachen. So paddelten und paddelten die Scouts weiter und suchten abends einen idealen Schlafplatz am Flussufer. Während die Sonne sich langsam schlafen legte wurden noch schnell die Zelte aufgebaut und Abendessen gekocht. Am nächsten Morgen regnete es in Strömen. Nach einigem Abwarten bestiegen die langsam durchnässten Schatzsucher doch ihre Kanus. Im Verlaufe des Tages wurde es wieder freundlicher und wärmer. Während der Abendrunde wurde ein peruanisches Raufspiel ausprobiert, welches den Kindern riesigen Spass bereitete und einige blaue Flecken abverlangte. Anschliessend wurden kräftig Lagerlieger geschmettert und der Nordpolarstern unter den vielen Sternen ausfindig gemacht. Am Mittwoch wurde, dank der stärkeren Strömung, eine stolze Strecke von 21 Kilometer zurückgelegt. Zwischendurch liessen sich die Kinder in ihrer Schwimmweste den Fluss hinabtreiben oder trällerten im Chor Lieder bis die Stimme versagte. Am Donnerstagabend erhielten zwei Mädchen, nach überbestandener, ritueller Entführung und nächtlichem Flusstrip ihre Pfadinamen.

Am Freitag besuchten die Scouts die Hl. Bernadette in Nevers. In Stille verweilten die Schatzsucher einige Zeit in der Kirche, genossen den Frieden, welcher von diesem Ort ausging und sangen ihr Versprechenslied. Zudem bekamen die Kinder an diesem Tag die ersehnte und hart erarbeitete Schatzkarte, welche sie endlich zur geheimnisvollen Schatztruhe führte. Glücklich und erschöpft fuhren die erfolgreichen Schatzsucher wieder Richtung Schweiz. Während der fünfstündigen Autofahrt nach Freiburg wurde in den Autos gesungen, Armbänder geknüpft und so manchem müden Pfadfinder fielen die Augen zu. Die letzte Nacht wurde am Lagerfeuer noch einmal ausgiebig die Gemeinschaft genossen und aus dem Schlafsack den Sternenhimmel bewundert. Am Samstagmorgen nahmen die Eltern ihre nun etwas braungebrannteren und um einige Abenteuer reicheren Kindern wieder in ihre Obhut.

Bilder vom Kanulager